Kurt Kälin Schreinerei
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Vorteile CH-Norm

Im Streit um die richtige Breite bei Küchenmöbeln und Küchengeräten hat sich Europa auf die Breite 60 cm (Euro-Norm) festgelegt. Nicht aber die Schweiz. Diese hat eine eigene Möbel- und Apparatenbreite von 55 cm (Sink-/CH-Norm) standardisiert.
 
Die Schweiz war führend in der Küchennormierung
Seit den Fünfzigerjahren im letzten Jahrhundert war die Normierung im Küchenbau in der Schweiz ein zentrales Thema. Die Schweiz war führend in der Durchsetzung einer einheitlichen, verbindlichen Norm: Küchenmöbel und Küchengeräte hatten eine Breite von 55 cm. Erst diese Richtlinien erlaubten eine serienmässige Bauweise und verbilligte dadurch die Herstellung von Küchen. In den Boom-Jahren anfangs der Sechziger entstanden die ersten Hochhäuser und grossen Wohnblocks mit günstigen Wohnungen. Die Einbauküche begann sich überall durchzusetzen. Architekten, Küchenbauer und Küchengerätehersteller planten und bauten nach einer Normbreite. Die Schweizer Norm wurde später in SMS, für Schweizer Mass-System, umbenannt.

Die Küchennorm bringt viele Vorteile
Die Fabrikation von grossen Mengen von Einzelteilen in derselben Grösse ermöglichte eine rationalisierte Herstellungsweise und verbilligte das einzelne Produkt. Die Einbauküche wurde vorgefertigt und im Baukastensystem gebaut. Das vereinfachte den Einbau der Küchen. Und das Baukastensystem hat den Vorteil, dass man Küchengeräte auch nach Jahren problemlos auswechseln kann.

Die europäische Küchennorm
Die Küchennorm weist eine Breite von 60 cm, eine Tiefe von 60 cm und eine Höhe von 90 cm auf. Die Breite von 60 cm ist eine rein rechnerische Lösung und weicht von der gebräuchlichen ISO-Norm mit den 10 cm-Schritten ab. Die Tiefe hingegen ergab sich von einer mittleren Armlänge. Die Höhe ergab sich aus der statistisch ermittelten durchschnittlichen Körpergrösse. Je nach Tätigkeit in der Küche wären unterschiedliche Höhen sinnvoll. Man einigte sich jedoch auf eine durchgehend gleiche Höhe für alle Bauteile.

Normierte Höhe, normierte Küchenmöbel
Ein weiterer Unterschied der schweizerischen- und europäischen Küchenwelt war die Höheneinteilung. Europa konzentrierte sich auf ein fixes Höhenmass. Jeder Hersteller hatte seine eigene Möbelhöhe. Wie zum Beispiel, eine Korpushöhe von 72 cm, eine Sockelhöhe von 15 cm und die Dicke der Arbeitsplatte von 4 cm. Was eine Gesamthöhe des Arbeitsplatzes von 91 cm ergab. Das gleiche gilt auch für die Gerätenischen. Gerade beim Kühlschrank machte sich diese Differenzierung stark bemerkbar. Was teils heute noch bei vielen Herstellern zu sehen ist, oberhalb eines Gerätes musste eine sogenannte Ausgleichsleiste montiert werden. Die Geräteindustrie hatte sich mehrheitlich auf eine gemeinsame höhe fixiert. Doch die Möbelindustrie blieb auf Ihren verschiedenen Nischenmassen fixiert. Auch hier waren die Schweizer einen Schritt voraus. Von der Höhe von 90 cm wurden Sockel und Abdeckung abgezogen, was 76,2 cm oder 6 x 12,7 cm ergab. Nach diesem Raster wurden die Schubladen, Küchenmöbel und Küchengeräte gebaut. Ein einfaches, horizontales Konstruktionssystem, das auf wenigen Angaben beruht, um die ganze Einbauküche zu bauen. Diese Vorteile sind sicher mit ein Grund, warum sich die Schweizer Küchennorm als vorbildliche Richtlinie durchgesetzt. Mittlerweilen haben sich jedoch Europa und die Schweiz mehrheitlich gefunden. In Europa findet seit ca. 2005 ein Umdenken statt. Sehr viele Küchenmöbelhersteller, gerade in Deutschland und in Österreich, haben ihre Produktionen auf ein Rastersystem umgestellt. Und die Schweizer verkaufen vermehrt die europäische Standardbreite von 60 cm.
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